MedienbeitragLösungen

Berater des Kommissionspräsidenten fordert Umkehr der EU-Agrarpolitik

Die Zeitschrift für bio-dynamische Landwirtschaft, Ernährung und Kultur, »Lebendige Erde«, berichtet von den empfohlenen Nachhaltigkeitskriterien des Sonderberaters.

Quelle

Lebendige Erde

http://www.lebendigeerde.de/index.php?id=kurz_aktuell_165

Eine Abkehr von flächendeckenden Direktzahlungen zugunsten von Nachhaltigkeitsgeboten und der Stärkung ländlicher Regionen – dazu rät der Sonderberater für nachhaltige Entwicklung beim Europäischen Zentrum für politische Strategie, Karl Friedrich Falkenberg. Der ehemalige EU-Generaldirektor für Umwelt kritisiert die EU-Landwirtschaft deutlich. In seinem an die Kommission gerichteten Papier zur Nachhaltigkeit der EU heißt es: Finanzielle Unterstützung sollte nur gegen Leistung für nachhaltige Ziele bereitgestellt werden. Kreislaufdenken sei wieder stärker in der Landwirtschaft zu verankern. Die aktuelle Politik der Flächenzahlungen unterstütze aber „vor allem Großbetriebe in Monokulturstrukturen mit erheblichen umwelt- und sozialpolitischen Folgen.“ Nur durch die verstärkte Ausrichtung auf anerkannte Allgemeingüter könnte der Agrarhaushalt, der einen erheblichen Teil des EU-Budgets ausmacht und dadurch immer kritisch betrachtet wird, in seinem aktuellen Umfang erhalten bleiben.

Bericht des Europäischen Zentrums für politische Strategie (auf englisch): Sustainability Now. An European Vision.