MedienbeitragSchäden durch Agroindustrie

Pestizidschaden auf Bio-Hof in Sachsen

Konventioneller Landwirtschaftsbetrieb verseucht benachbarten Bio-Hof durch Ausbringung von Pestiziden

Autoren

Dieter Hanke

© Claudia Hübschmann

Abstract

Die Felder des Bio-Hofs in Mahlitzsch bei Nossen in Sachsen sind durch Pestizide verseucht worden. Verursacher ist offenbar ein benachbarter konventioneller Landwirtschaftsbetrieb, der seine Felder mit Pestiziden besprühte. Der Hof rechnet mit einem Schaden von weit über 250.000 Euro. Fast die gesamte Ernte sei betroffen. In den kommenden Tagen und Wochen sollten Kohlrabi, Kraut, Zwiebeln, Möhren, Salat, Kürbisse, Porree und Kräuter geerntet und verkauft werden. Bio-Kontrolleure untersuchen derzeit den Boden und das Gemüse.

Der Bio-Hof Mahlitzsch gehört mit seinen 40 Mitarbeitern zu den größten Bio-Anbaubetrieben in Sachsen. Er betreibt einen Hofladen und liefert zudem Gemüsekisten in der gesamten Region bis nach Dresden. Den Mitarbeitern droht nun Kurzarbeit. Es sei auch zu befürchten, dass dem Hof das Biosiegel über einen Zeitraum von drei Jahren aberkannt wird. 

2014.09.19_Gemüseernte vom Hof Mahlitzsch ist vernichtet

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