FalldokumentationKlein Jasedow 2001

Fotoarchiv

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Die Aufnahmen zeigen einen kleinen Ausschnitt des Bildmaterials, das im September 2001 entstanden ist. Die ersten Bilder zeigen das in Klein Jasedow gelegene Öko-Melissenfeld des Pulower Kräuteranbaubetriebs.

Mitglieder der Bürgerinitiative Landwende sind nach Bekanntwerden der Ausmaße des Brasan-Skandals durch ganz Mecklenburg-Vorpommern gefahren und haben die Schäden fotografiert und dabei festgestellt, dass praktisch überall, wo deutliche Clomazone-Schäden zu sehen waren, in unmittelbarer Nachbarschaft auch Felder mit "totgespritzter" Raps-Ausfallsaat vorhanden waren. Bei den bis zu 100 Hektar großen Schlägen in M-V bedeutet das, dass wochenlang die Ausdünstungen der verfaulenden Rapspflanzen über der Gegend hängen, bis schließlich ein im wahrsten Sinn ödes Stück Land übrig bleibt, auf dem jegliches pflanzliches Leben erloschen ist. Die aromatischen Senföle aus dem Raps sind schon für sich genommen für manche Menschen ein starkes Allergen. Wir vermuten, dass auch der in den Totalherbiziden wirksame Giftstoff Glyphosat für die komplexen Auslöseprozesse der geschilderten Gesundheitsbeeinträchtigungen bei Menschen mitverantwortlich ist.

Die Aufnahmen des Hautausschlags stammen von der damals eineinhalb Jahre alten Carmen aus Klein Jasedow, die am Tag nach der Brasan-Anwendung unwissentlich nur mit einem Spielhöschen bekleidet am Feldweg zwischen dem Wohngrundstück und dem behandelten Feld gespielt hatte. Laut Diagnose handelte es sich bei den nässenden, entzündeten Pusteln, die auch wegen des anhaltenden Fiebers zunächst den Verdacht auf Windpocken nahelegten, um eine allergische Reaktion auf einen "toxischen Schock".

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Melisse

Melisse
Melisse

Melisse

Brombeeren
Brombeere
Giersch
Kerbel
Löwenzahn
"totgespritzte" Ausfallsaat von Raps
Carmen Hautausschlag
Carmen Hautausschlag
Carmen Hautausschlag
Carmen Hautausschlag
 
 

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