PressemitteilungAgrobusiness

Basel und Syngenta

Der Protest gegen die unheilige Allianz der Stadt Basel mit dem grössten Pestizidhersteller nimmt zu

Quelle

Multiwatch Basel

https://multiwatch.ch/content/uploads/2018/05/20180516_MM_offener-Brief_PDF.pdf

Autoren

Elango Kanakasundaram

Offener Brief an die Basler Regierung – Nicht in unserem Namen, Basel!

Über 100 Erstunterzeichnende stellen sich in einem offenen Brief gegen die imperiale Lebensweise Basels. Sie fordern die Regierung des Kantons Basel-Stadt und die Parteien im Grossen Rat dazu auf, einen Richtungswechsel wahrzunehmen und Verantwortung für die Rolle der Basler Konzerne bei Menschenrechtsverletzungen weltweit zu übernehmen.

Die Stadt Basel hat eine lange Geschichte einer unheiligen Allianz mit dem Agrochemiegiganten Syngenta. Die Verbannung des ständig grösser werdenden sozialen Protests March against Monsanto & Syngenta aus der Innenstadt am 19. Mai 2018 ist nur das neuste Kapitel einer langen Geschichte. Wenn Standortwettbewerb mehr zählt als Menschenrechte und die eigene Regierung Teil der Greenwashing-Strategie eines schädlichen Milliarden-Konzerns wird, dann ist Widerstand Pflicht.

In einem offenen Brief fordern nun über 100 Erstunterzeichnende einen Richtungswechsel von der Basler Politik. Basel muss Verantwortung übernehmen, wenn hiesige Konzerne gegen Menschenrechte verstossen, die Klimaerwärmung anheizen und mit ihren Geschäftspraktiken Menschen in Abhängigkeiten zwingen. Wenn Syngenta-Gifte, welche z.T. in Europa schon lange verboten sind, weltweit massive Schäden bei Menschen, Tieren und der Umwelt hinterlassen, stehen wir alle in Basel und der Schweiz in der Verantwortung. Standortwettbewerb darf nicht wichtiger sein als Klimaschutz und die Gesundheit von Bäuerinnen und Konsumenten. Gutes Leben ja, aber nicht auf Kosten von anderen!

Die über 100 Unterzeichnenden richten fünf Forderungen an die Basler Politik. Gefordert werden Reparationen für die Geschädigten von Syngenta-Giften, die Finanzierung eines agrarökologischen Instituts an der Universität Basel, das Ende von Sponsorings und Steuerdeals, der aktive Einsatz der Basler Regierung für die Konzernverantwortungsinitiative und die Umsetzung des Demonstrationsrechts in der Innenstadt.

Im Anhang finden Sie den Brief mit den über 100 Erstunterzeichnenden. Dieser wird in einigen Wochen in Form einer Petition an die Regierung und den Grossen Rat übergeben und kann hier unterzeichnet werden. Am Samstag findet der March against Monsanto & Syngenta ab 13 Uhr am Barfüsserplatz in Basel statt (www.marchagainstsyngenta.ch), eine Demonstration, die für eine solidarische und nachhaltige Landwirtschaft kämpft. Bereits am Freitag referiert Kathrin Hartmann, Autorin von ‚Die grüne Lüge‘, um 19 Uhr im Gewerkschaftshaus über die Macht der Konzerne und ihre verheerenden Greenwashing-Strategien. Diskutiert wird anschliessend auch die Rolle, welche Basel und die hier ansässigen Konzerne in diesem Kontext spielen.

Vertreter*innen der Kerngruppe des March against Monsanto & Syngenta und von Multiwatch Basel

Für weitere Auskünfte:

Elango Kanakasundaram, Multiwatch Basel und OK March against Monsanto & Syngenta, 079 348 78 83
Nicole Gisler, OK March against Monsanto & Syngenta, 079 790 33 16